Syb van der Ploeg

In diesem Einsiedlerhäuschen im Veenklooster-Wald war ich als zehnjähriger Junge mal. Der Förster hatte uns mitgenommen. Er erzählte uns Schauermärchen von dem Eremiten, der damals in diesem Häuschen gelebt hatte. Zum Fürchten! Wir waren zutiefst beeindruckt. Die wahre Geschichte habe ich eigentlich nie erfahren. Ich bin auch nie wieder dort gewesen, obwohl wir schon noch öfters in der Gegend waren.

Zwischen Dokkum und De Westereen –da liegen meine Wurzeln. Dort hatsich meine Jugend abgespielt und ich komme immer wieder gerne dorthin zurück. Es ist für mich nicht nur der Ort, wo alles anfing, sondern auch der Ort, wo alles aufhört. Und dann doch wieder neu anfängt.

 

Hier hat man noch die Ruhe, in der man Kraft für einen Neuanfang schöpfen kann. Ein einmaliges Stück Europa, direkt am Wattenmeer.

Vielleicht wäre ich auch gerne so ein Einsiedler in diesem Haus dort. Oder ein Musikzauberer, der sich auf einen Baumstamm setzt und dort neue Dinge aus dem Nichts schafft. Im Veenklooster-Wald, an einer Stelle, an der scheinbar alles aufhört, aber gerade dadurch auch wieder neu anfängt.

“UNTERWEGS
Der Veenklooster-Wald ist der Wald rund um das Anwesen Fogelsanghstate. Der Park beherbergt eine Drei-Wege-Brücke, einen Eiskeller, das Einsiedlerhäuschen, einige Weiher und das Teehaus auf dem sogenannten Modderberg. An der Keningswei kann man parken und von dort aus direkt in den Wald hinein spazieren.