Elske DeWall

[Sängerin Elske DeWall Wohnt in Leeuwarden Wuchs auf in Veenwouden]

In meiner Kindheit war im Winter alles zugefroren, und wir konnten wochenlang Schlittschuh laufen. Bei dem kleinen Hafen in unserem Dorf Veenwouden gingen wir aufs Eis und liefen dann bis nach It Bûtenfjild. Auch im Sommer waren wir oft dort. Wir machten Radtouren, durchkreuzten mit dem Boot das Naturgebiet und wir spazierten mit Freunden durch die Wiesen. So vergingendie Stunden wie im Flug. Hütten bauen, das konnten wir auch ziemlich gut. Ich war früher sehr viel draußen und ich erinnere mich gerne daran.

Später, in meiner Jugend, ging ich aufs Gymnasium in Buitenpost. Jeden Tag 17 Kilometer mit dem Fahrrad. Oft fuhren wir im Konvoi die Route über De Westereen und Kollumerzwaag. Aber wenn ich alleine radeln musste, fuhr ich lieber über Kûkherne und Egypte, quer durch die Natur.

 

Da gab es unterwegs so einiges zu sehen: Pferde aus nächster Nähe oder Schafe, die den Wegkreuzten. Ich bin sogar einmal vom Fahrrad gestiegen, um einem Schaf zu helfen, das auf dem Rücken lag und nicht aufstehen konnte. Das würde ich übrigens auch noch heute tun.

Mein Sohn Herre ist jetzt 4 Jahre alt und ist auch ganz verrückt nach Tieren und Natur. Ich nehme ihn gerne mit auf Streifzüge in die Natur, genau wie meine Eltern es früher mit mir und meiner Schwester gemacht haben. Manchmal ist er es, der mir zeigt, wie schön die Natur ist. Wenn die Bäume wieder Blätter bekommen, wenn die Sonne scheint, oder wenn die Natur uns schöne Farbe zeigt. „Sjoch mem“ („Schau mal, Mama“), höre ich dann oft. Natürlich bringe ich ihm auch das Schlittschuhlaufen bei. Im letzten Jahr nahm ich in mit zu dem kleinen Hafen in Veenwouden, wo ich das erste Mal auf Schlittschuhen stand. Zuerst hatte er ein wenig Angst, aber es klappte im Nu, und schon bald hatte er genauso viel Spaß wie ich.“